Mit einem Prepaid Handy wird für gewöhnlich ein subventioniertes Handy bezeichnet, das in Verbindung mit einer Prepaid-SIM Karte gekauft wird. Ein solches sogenanntes Prepaid Start-Paket beinhaltet in der Regel auch schon ein geringes Startguthaben sowie eine neue Handy-Nummer. Die alte Nummer kann je nach Anbieter mitgenommen werden.
Prepaid-Handys, die in Verbindung mit einer SIM-Karte gekauft werden, haben in den meisten Fällen ein SIM-Lock, das die Verwendung anderer SIM-Karten in diesem Handy blockiert. Wer das nicht möchte, kann ein reguläres Handy kaufen und mit einer Prepaid-SIM Karte verwenden.
Der größte Unterschied zwischen einem Prepaid-Handy und einem Handy mit Vertrag ist eben dieser Vertrag. Dadurch entfällt vor allem die monatliche Grundgebühr.
In den frühen Jahren der Telekommunikation war es noch so, dass die Dienstleister versuchten die fehlende Grundgebühr durch höhere Verbindungspreise auszugleichen. Ein Prepaid-Handy hat sich damals also nur für jene gerechnet, die sehr wenig telefoniert haben und vor allem auf dem Handy erreichbar sein wollten. In den letzten Jahren jedoch haben sich neben den großen Netzbetreibern einige Mobilfunk-Discounter etabliert, die in starker Konkurrenz um den günstigsten Prepaid-Tarif stehen. Mittlerweile gibt es sogar Prepaid-Tarife, deren Verbindungspreise deutlich unter den Handy-Vertragstarifen liegen.
Ein Vergleich der unterschiedlichen Prepaid-Tarife (in einer Handy-Tarif Übersicht) lohnt sich für den Nutzer in jedem Fall. Durch den schnellen Preiswandel auf dem Telekommunikationsmarkt entstehen ständig neue Tarife.
Es lohnt sich außerdem das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren. Es gibt verschiedene Tarifmodelle, die den unterschiedlichen Nutzungsmustern entsprechen. Einige Prepaid-Tarife sind besonders günstig, wenn innerhalb desselben Netzes oder desselben Anbieters telefoniert wird. Bei anderen kostet ein Anruf in jedes beliebige Netz gleich viel.
Ebenfalls interessant ist ein Vergleich für alle, die viel SMS verschicken. Auch da wird teilweise nach Netz unterschieden.
Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Guthabenkarte eines Prepaid-Handys aufzuladen.
In fast jedem Supermarkt finden Sie Guthabenkarten mit Auflade-Code, es gibt die direkte Aufladung, wobei Sie Ihre Handynummer eingeben müssen, Sie können online aufladen, per Banküberweisung oder durch automatische monatliche Abbuchung. Die Aufladung der Prepaid-Card ist somit so einfach geworden, dass sie nicht länger als ein paar Minuten benötigt. Es stehen verschiedene Beträge zwischen 5 und 50 € zur Verfügung, so dass sowohl Wenig- als auch Vieltelefonierer das Richtige finden.
Aber aufgepasst: wird das Guthaben nicht in einem bestimmten Zeitraum aufgebraucht (beispielsweise 6 Monate) verfällt es bei vielen Anbietern. Gerichtlich wurde der Verfall dieses Prepaid-Guthabens zwar untersagt, aber wird das Guthaben zurückgefordert, muss dafür eine Bearbeitungspauschale gezahlt werden, wodurch sich der Aufwand kaum noch lohnt.
Fairerweise muss man dazu sagen, dass durch die Auswahl eines geringen Auladebetrags dieser Fall leicht vermieden werden kann. Der Verbrauch eines Guthabens von beispielsweise 15 € innerhalb eines halben Jahres wird selbst bei seltenem Telefonieren mühelos erreicht.
